
Beim Netz-Event des Forums Netzintegration Erneuerbare Energien zum Naturschutz im Saalbau Gutleut in Frankfurt am Main trafen sich Verbändevertreter, Mitglieder von Bürgerinitiativen, Politiker, Mitarbeiter aus der Energiewirtschaft, Forschung, Planung und Verwaltung. Sie alle beschäftigte die Frage, wie der Naturschutz beim notwendigen Umbau der Stromnetze für die Erneuerbaren Energien am besten berücksichtigt werden kann.
In sieben Themenblöcken vermittelten Experten ihr umfangreiches Wissen an der Schnittstelle zwischen Netzumbau und Naturschutz. Es ging um rechtliche Regelungen, Planungs- und Beteiligungsaspekte, um die Gegenüberstellung von Freileitungen und Erdkabeln, um Vogelschutz an elektrischen Freileitungen, und nicht zuletzt um zukünftige Herausforderungen wie die an Bedeutung zunehmende Speicherfrage.
Hier ging es darum, Kriterien für den Landschafts- und Naturschutz bei der Planung von Stromtrassen zu identifizieren. Berücksichtigt wurden dabei Landschaftsbild, Vogelschutz, Offenlandpflege unter Freileitungen, Erdverkabelung und Durchquerung von Schutzgebieten.
Zunächst wurde in Workshop 2 die bisherige Einbindung der Natur- und Umweltschutzverbände analysiert. Davon ausgehend konnte die Frage vertieft werden, wie eine künftige Beteiligung aussehen sollte, um Konflikte zu minimieren und die Verbände in den Netzumbau einzubinden.
Im dritten Workshop wurde die naturschutzfachliche Akzeptanz von Speicheroptionen für die Erneuerbaren Energien besprochen. Insbesondere Pumpspeicherwerke, Wasserstoffspeicherung und Druckluftspeicher waren im Mittelpunkt der Diskussion.