Das Stromnetz der Zukunft sieht anders aus

Energielandschaft Morbach.
Foto Gemeinde Morbach

Unsere Stromversorgung ändert sich radikal: Wind, Sonne und Biomasse werden dezentral an Tausenden von Orten gesammelt. Dagegen ist das Netz noch auf wenige Großkraftwerke in der Nähe von Ballungszentren zugeschnitten.

Das muss sich rasch ändern. Welche Netze brauchen wir – und wie können sie umwelt- und sozialverträglich gestaltet werden?

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Freileitung und Erdkabel

Stillgelegter Strommast in Norwegen.
Foto Quentin, DUH

Auf der Tagesordnung steht jetzt eine gesellschaftliche Diskussion. Denn es ist klar, dass die Erneuerbaren Energien nur dann ihren dringend notwendigen Beitrag zum Klimaschutz leisten können, wenn das Stromnetz schnell verstärkt wird.

Allerdings wehren sich Anwohner und Naturschützer gegen die Errichtung neuer Freileitungen, weil die Leitungen das Landschaftsbild stören, Vögel gefährden und sich viele Menschen um gesundheitsschädliche Wirkungen von EM-Feldern sorgen.

Initiativen vor Ort fordern deshalb die Erdverlegung neuer Leitungen. Doch Erdkabel sind auf der Hoch- und Höchstspannungsebene teurer als konventionelle Trassen und zudem im Übertragungsnetz bisher nur auf Teilabschnitten technisch erprobt.

Es müssen Varianten zur Erdkabelverlegung geprüft werden. Und es gilt, gesellschaftspolitisch gegeneinander abzuwägen: Deutlich niedrigere Kosten auf der einen Seite und ein schöneres Landschaftsbild, Naturschutz und geringere Auswirkungen von EM-Feldern andererseits. Hohe Anforderungen an die Systemstabilität sind zudem zu beachten.

Freileitungen
Erdkabel
Vergleich Freileitungen - Erdkabel
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