Intelligentes Stromnetz

Foto Paul Langrock
Smart Grid

Um weniger neue Stromleitungen bauen zu müssen, kann man den Stromverbrauch per Computer steuern. Neben einer guten Speicherung, bei der überschüssige Energie zum Beispiel in einem Pumpspeicherwerk für spätere Zeiten nutzbar bleibt, muss auch das sogenannte "Demand-Side-Management" ausgebaut werden.

Beim Demand-Side-Management, zu deutsch Verbrauchssteuerung, wird die Nachfrage nach Strom gesteuert. Kommt es zu Engpässen in der Erzeugung, werden per Fernsteuerung vorher von den Kunden benannte Geräte oder Anlagen abgeschaltet – und bei guter Versorgungslage wieder zugeschaltet.

Intelligente Kühlung

So werden beispielsweise große Kühlhäuser der fischverarbeitenden Industrie an der Nordsee in windarmen Zeiten vom Netz getrennt. Wenn es in Zukunft tageszeit- oder lastabhängige Tarife für den Stromverbrauch gibt, wird das für sie von Vorteil sein. Denn die Stromkosten sind in diesen Phasen hoch. Bläst der Wind dagegen kräftig, sind die Preise niedrig und die Kühlanlagen werden wieder zugeschaltet. Damit der Fisch nicht verdirbt, werden automatisch Mindest-Zeitintervalle festgelegt, nach denen die Kühlhäuser spätestens wieder neu gekühlt werden.

Intelligente Stromzähler

Modernisierungsbedarf beim Stromzähler
Smart Meter

Im Haushalt können intelligente Stromzähler anzeigen, wann der Strom günstig ist  - und der Verbraucher dementsprechend die Waschmaschine anschalten sollte. 

Neben dem Netzausbau geht es also auch darum, das bestehende Netz zu entlasten und so mehr Kapazität für regenerativen Strom zu schaffen. Deshalb sollten Kraftwerke, die mit Erneuerbaren Energien betrieben werden, und lokale Speichermöglichkeiten gekoppelt werden.