Strom kann auf zweierlei Weise vom Kraftwerk zum Verbraucher kommen: Entweder er fließt durch eine Freileitung oder durch ein im Boden eingegrabenes Erdkabel. Ob die Kabel über- oder unterirdisch verlaufen, hing bisher vor allem von der Spannungsebene ab. Die Hoch- und Höchstspannungsleitungen werden – außer in Städten – meist an Masten aufgehängt durch die Landschaft geführt. Dagegen verschwinden die Kabel mit geringerer Spannung in der Regel im Boden.
Die Freileitungstechnik ist seit einem knappen Jahrhundert erprobt und hat auf hohen Spannungsebenen viele Vorteile.
Auf der Höchstspannungsebene ist es technisch ausgereifter und deutlich kostengünstiger, eine neue Freileitung zu bauen als ein Erdkabel zu verlegen. Allerdings sind neben der Installation auch die Kosten für Betrieb, Wartung, Instandhaltung und Stromverluste bei der Übertragung ins Kalkül zu ziehen. mehr
So haben Freileitungen in der Regel höhere Stromverluste als Erdkabel. Ausnahme sind neu entwickelte, besonders dicke Leiterseile, die beim Bau neuer Höchstspannungs-Freileitungen eingesetzt werden können und geringere Verluste verursachen als Erdkabel. Allerdings sind sie anfällig für Witterungseinflüsse wie z.B. Blitzschlag.
Freileitungen beeinträchtigen Natur und Umwelt in mehrererlei Hinsicht: