Auswirkungen von Freileitungen auf die Tierwelt


Foto Schrader, DUH

Freileitungen haben auch erhebliche Auswirkungen auf die Tierwelt: Vor allem Vögel sind gefährdet, in erster Linie durch Stromschlag oder Kollision. Auch elektromagnetische Felder wirken sich auf die Vogelwelt aus: Sie brüten in der Nähe von Höchstspannungsleitungen weniger erfolgreich. Andere profitieren jedoch von Freileitungen: Rabenvögel oder Greifvögel nutzen Masten als Brutstätte oder observieren aus der Höhe ihre Jagdmöglichkeiten.

Aber nicht nur Vögel sind betroffen. Die Trassen zerschneiden Lebensräume, drängen Arten zurück und verändern Räuber-Beute-Beziehungen: Wo verletzte oder tote Vögel unter den Stromleitungen liegen, werden verstärkt Fleisch fressende Säugetiere wie etwa Füchse angelockt.

In Naturschutzgebieten, Nationalparks und Vogelschutzgebieten werden elektrische Freileitungen nicht genehmigt. Daran angrenzend gilt – laut „Ramsar Konvention“ der UNESCO und EG-Vogelschutzrichtlinie – ein Mindestabstand von 500 Metern in der Regel als angemessen. In Landschaftsschutzgebieten, Biosphärenreservaten und Naturparks werden Einzelfälle unter Berücksichtigung des jeweiligen Schutzziels geprüft.

 


Biotoppflege an Strommast. Foto Schrader, DUH

Generell gilt: Für Um- und Ausbau des Netzes müssen naturschutzfachliche Bewertungen vorgenommen und Prognosen gestellt werden.

Das betrifft vor allem die natürlichen Gegebenheiten, aber auch die Auswirkungen:

Vor allem in der Vogelwelt gilt es, Schäden zu vermindern oder gänzlich zu vermeiden. mehr

Gefahren für Vögel an Freileitungen
Stromschlag und Leitungsanflug
Artenschutz in der Praxis