Elektrische Freileitungen (Wechselstrom) sind Hauptquellen ständiger niederfrequenter elektrischer und magnetischer Felder, umgangssprachlich Elektrosmog genannt. Wer in der Nähe einer solchen Höchstspannungs-Trasse wohnt, ist Elektrosmog stärker ausgesetzt als andere Menschen.
Auch Haushaltsgeräte und Elektroinstallationen sind Quellen dieser Strahlung.
Dabei wird zwischen elektrischen Feldern und Magnetfeldern unterschieden: Ursache von Magnetfeldern sind bewegte elektrische Ladungen oder permanente Magnete. In der Umgebung elektrischer Leitungen im Haushalt sind sie (im Gegensatz zum Erdmagnetfeld) veränderlich.
Wenn elektrische Ladungen durch die Leitungen bewegt werden, wenn also Strom fließt, entsteht um den Leiter herum ein solches Feld. Ändert der Strom fortlaufend seine Richtung wie beim Wechselstrom, so wird auch das Magnetfeld im gleichen Rhythmus verändert.
Ein Problem: Die magnetischen Felder sind nicht leicht abzuschirmen und durchdringen Hauswände wie organische Gewebe – also auch den menschlichen Körper.
Wirken elektrische Feldkräfte auf einen Körper ein, so verschieben sich unter ihrem Einfluss elektrische Ladungen. Die Körperoberfläche wird aufgeladen, das Innere des Körpers dagegen bleibt praktisch feldfrei. Solche elektrischen Felder lassen sich mit elektrisch leitenden Materialien sehr gut abschirmen. So können mögliche Gesundheitsgefahren gebannt werden.
Stromleitungen wirken sich im Betrieb unterschiedlich aus, je nachdem, ob sie als Freileitung oder als Erdkabel installiert sind:
Erdkabel verursachen kein elektrisches Feld. Allerdings ist bei ihnen ein magnetisches Feld mit geringer Ausdehnung messbar, das direkt über dem Kabelgraben höhere Stärken besitzt.
Bei Freileitungen hingegen ist die seitliche Streuung breiter. Die Langzeitwirkungen und mögliche Gesundheitsrisiken von elektrischen und magnetischen Feldern sind bislang nicht umfassend erforscht. mehr