Planung zentraler Stromtrassen

Im Sommer 2011 wurde die Planung für zentrale Stromtrassen nach der Atomkatastrophe von Fukushima neu geregelt.

Das neue Verfahren besteht aus vier Schritten:

1. Szenariorahmen
2. Netzentwicklungsplan Strom (NEP)
3. Bundesfachplanung
4. Planfeststellung


Der Szenariorahmen und der Netzentwicklungsplan Strom bilden das Fundament für die Planung des Höchstspannungsnetzes. Sie legen den energiewirtschaftlichen Bedarf für Übertragungskapzitäten und den ungefähren Verlauf der zentralen Stromtrassen grob fest. Beide werden von den Übertragungsnetzbetreibern erarbeitet, öffentlich konsultiert und von der Bundesnetzagentur überprüft und bestätigt. Der Netzentwicklungsplan Strom  mündet im Bundesbedarfsplan (BBPl). Dieser soll im Frühjahr 2013 als Gesetz verabschiedet werden.

Freileitung über Wohngebiet in Krefeld. Foto Schrader, DUH

Öffentlichkeitsbeteiligung

Für Bundesfachplanung und Planfeststellung gilt:

Auf einer Antragskonferenz, bei der neben den betroffenen Bürgern auch Vereinigungen und Träger öffentlicher Belange (TÖB) beteiligt werden, wird der Untersuchungsrahmen festgelegt. Nach der Prüfung der vollständigen Unterlagen wird die Öffentlichkeit wieder beteiligt, bevor die zuständige Behörde abschließend entscheidet. Das Verfahren ist im Energiewirtschaftsgesetz (§ 12 ff EnWG) und Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG) geregelt.

Informationen zu den Verfahrensschritten und zur Beteiligung der Öffentlichkeit finden Sie auf der Website der Bundesnetzagentur Opens external link in new windowwww.netzausbau.de und auf der Website der deutschen Übertragungsnetzbetreiber Opens external link in new windowwww.netzentwicklungsplan.de.