Vorbild Dänemark

Von den Nachbarn lernen

Im Windenergieland Dänemark legt man großen Wert darauf, Naturschutzinteressen zu berücksichtigen und das Landschaftsbild zu schonen. Deshalb engagiert sich der staatliche, dänische Netzbetreiber Energinet in Zusammenarbeit mit dem dänischen Energieministerium seit Jahren für die Verlegung von unterirdischen Stromkabeln.

Auch ohne gesetzliche Regelung werden in Dänemark auf der Grundlage eines All-Parteien-Agreements alle neuen Leitungen auf der Hochspannungsebene  bis 150 kV unter der Erde verlegt.

Windkraftanlagen in der dänischen Ostsee.
Foto Matthias Laminski

Energinet untersuchte 2008 in einem Kabel-Aktionsplan verschiedene Varianten des Netzumbaus mit unterschiedlich hohem Anteil von Erdkabeln hinsichtlich technischer Machbarkeit, Kosten, Auswirkungen auf das Landschaftsbild und sozioökonomischer Faktoren.

Ergebnis: Es wird ein Szenario umgesetzt, das auch die Erdkabel-Verlegung neuer 380 kV-Leitungen vorsieht. Die Übertragungsleitung durch Jütland, das Rückgrat der dänischen Stromversorgung, soll mit neuen, weniger auffallenden Masttypen für Freileitungen ausgestattet und damit optisch ansprechender gestaltet werden.